Indogermanische sprachen


20.01.2021 03:04
Indogermanische Sprachen - Lehrstuhl fr vergleichende
das Team sein Analyse-Programm mit geografischen Daten zur Verbreitung der verschiedenen Sprachen. Bedeutung phylogenetischer Stammbume, die lexikalischen Daten fr diese Analyse stammen aus der. Vorlesen, ein internationales Forscherteam hat die Heimat der indoeuropischen hufig auch indogermanisch genannten Sprachen identifiziert: Die riesige Sprachfamilie mit heute etwa 400 Sprachen stammt ursprnglich aus Anatolien in der heutigen Trkei. Wenige Forscher dagegen favorisieren eine andere Theorie, nach der die indogermanischen (indoeuropischen) Sprachen ihren gemeinsamen Ursprung vor 80 Jahren im heutigen Anatolien haben, von wo aus sie sich gemeinsam mit der Landwirtschaft ausgebreitet haben sollen.

Der Terminus selbst wurde 1823 von Julius Klaproth geprgt. Science verffentlichten Ergebnisse sttzen die von der Minderheit vertretene Auffassung in mageblicher Weise. Ein Teil der Wissenschaftler glaubt, die ursprnglichen. Etwa die Hlfte der Weltbevlkerung spricht heute eine indogermanische Sprache. Es gibt vor allem zwei groe Lager, die sich gegenseitig heftig bekmpfen: Das erste vermutet den Ursprung in der russischen Steppe nrdlich des kaspischen Meers, wo die Sprache von halbnomadisch lebenden Reitervlkern gesprochen worden sein soll. Umstritten bei den Wissenschaftlern sind jedoch nach wie vor der Zeitpunkt und der Ort ihres Ursprungs. Neuseelndischen Forschern ist es nach langer Uneinigkeit nun gelungen, die Herkunft der groen Sprachfamilie zweifelsfrei nachzuweisen. Lexik mit Verbreitung von Sprechern kombiniert. Zudem gebe es wirklich sehr gute archologische Belege, die auf einen Ursprung der Sprachfamilie in der russischen Steppe hindeuteten.

Als wissenschaftliche Disziplin hat sich die Indogermanistik zur Aufgabe gemacht, aus den berlieferten indogermanischen Tochtersprachen Rckschlsse auf die gemeinsame Grundsprache, das sogenannte Urindogermanische, zu ziehen. Um die beiden Thesen auf den Prfstand zu stellen, analysierten Atkinson und seine Kollegen 6000 sogenannte Kognate aus insgesamt 103 ausgestorbenen und noch existierenden indoeuropischen Sprachen. Kognate sind Wrter, die sich aus einem gemeinsamen Ursprungsbegriff entwickelt haben, wie etwa die Begriffe Mutter, mother und madre. Vollstndig lsen knnen wird die neue Studie den alten Streit daher wohl nicht, auch wenn sie, wie der Sprachforscher Paul Heggarty vom Max-Planck-Institut fr Evolutionre Anthropologie in Leipzig kommentiert, die Anhnger der Steppen-Hypothese an einigen Stellen durchaus in Erklrungsnot bringe. Allerdings gibt es auch Kritik an der Studie. Bisher konnte weder die eine noch die andere Annahme zweifelsfrei gesttzt werden. Die dort beschriebene Analyse kombiniert ein Modell der Lexik-Entwicklung einzelner Sprachen mit einem expliziten rumlichen Verbreitungsmodell von Sprechern dieser Sprachen. Ein groes internationales Team, zu dem auch Max-Planck-Wissenschaftler Michael Dunn zhlt, hat jetzt die Ergebnisse einer innovativen phylogeographischen Bayes-Analyse sprachlicher und rumlicher Daten von indogermanischen Sprachen vorgelegt.

Zusammen bilden sie die indogermanische Sprachfamilie. Dagegen steht die so genannte Anatolische Bauernhypothese: Diese Theorie geht davon aus, dass sich die indogermanischen Sprachen 80 Jahre vor Christi Geburt zusammen mit der Landwirtschaft von Anatolien, der heutigen Trkei, aus verbreiteten. Mehrheitlich vertritt die historische Sprachwissenschaft die Auffassung, die indogermanische Sprachfamilie sei vor rund 6000 Jahren in der pontischen Steppe in der heutigen Ukraine entstanden. Aus der Ursprache entwickelten sich im Lauf der Zeit viele verschiedene Sprachgruppen, zu denen unter anderem Keltisch, Germanisch, Slawisch, Romanisch, Griechisch, Iranisch, Indisch, Baltisch, Armenisch, Hethitisch und Thrakisch gehren. Solche Rckschlsse sind deshalb mglich, weil sprachliche Vernderungen nicht willkrlich, sondern in bestimmten Bereichen nach gleichbleibenden Regeln ablaufen. August 2012, die indogermanischen oder auch indoeuropischen Sprachen zhlen zu den am weitesten verbreiteten Sprachfamilien weltweit und lassen sich seit rund 2000 Jahren auch als geschriebene Sprachen relativ gut erforschen. Ilka Lehnen-Beyel, anzeige.

August 2012, teilen: Zurck zur Startseite. Die rivalisierende Theorie geht dagegen von einer sehr viel frheren Verbreitung aus, die bereits vor 80 Jahren in Anatolien ihren Anfang nahm. Jahrhundert eine zuverlssige Methodik entwickelt worden war, konnte der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden, dass verschiedenste Sprachen auf dem europischen und asiatischen Kontinent auf eine gemeinsame Grundsprache zurckgehen. Anzeige (Science, ILB). Indogermanen seien das so genannte, kurganvolk gewesen.

Die  Vorgeschichte bekannter Ereignisse der Zeitpunkt des ersten Nachweises einer toten Sprache sowie Ereignisse, die sich aus archologischen Befunden oder historischen Belegen schlieen lassen,  werden verwendet, um den abgeleiteten Sprachfamilienstammbaum auf den Zeitaspekt zu kalibrieren. Zum Ursprung der indogermanischen Sprachen gibt es zwei Theorien. Neben dem eigentlichen Interesse, der Aufklrung der Geschichte von Sprachfamilien und ihrer Sprecher - sind phylogenetische Stammbume entscheidend fr das Verstndnis der Entwicklung und Diversitt vieler Geisteswissenschaften, von der. Vorlesen, anatolische Bauern waren die ersten, die indogermanische Sprachen benutzten. Dieses Ergebnis strkt eine der beiden gngigen Theorien zum Ursprung der indoeuropischen Sprachen. Er soll die indogermanischen Sprachen in ihrer geographischen Verbreitung auf dem eurasischen Kontinent umklammern: mit Indisch als der sdstlichsten und Germanisch als der nordwestlichsten indogermanischen Sprachgruppe.

Syntax und der Semantik bis hin zur. Ber ihre Arbeit berichten sie im Fachmagazin Science. Zwei streitbare Lager, heute sprechen etwa drei Milliarden Menschen eine der indoeuropischen Sprachen, zu deren Hauptzweigen die keltischen, die germanischen, die italischen sowie die balto-slawischen und die indo-iranischen Sprachen gehren. Wo allerdings die erste indoeuropische Sprache erklang, ist uerst umstritten. Teilen: Zurck zur Startseite.

Die in dieser Woche in der.  Zudem wissen wir aus der Archologie, dass Radfahrzeuge frhestens zu diesem Zeitpunkt aufgekommen sind. Der amerikanische Archologe David Anthony vom Hartwick College in Oneonta, Staat New York, moniert ebenfalls in Science beispielsweise, dass sich die Wissenschaftler lediglich auf Wrter konzentriert htten und Sprachstruktur, Grammatik und hnliches ignorierten. Ihre Verbreitung ber Europa und Asien soll dieser These zufolge vor etwa 50 Jahren begonnen haben. Viel zu frh, um mit den Wanderungen des Kurganvolkes erklrt werden zu knnen. Indo-European Lexical Cognacy Database (IELex die von der Gruppe, evolutionary Processes in Language and Culture am Max-Planck-Institut fr Psycholinguistik entwickelt wurde. Die zahlreichen Einzelsprachen lassen sich - abgesehen von bruchstckhaft berlieferten Sprachen - in elf groe Sprachgruppen unterteilen. Den Nachweis dafr liefert die linguistische Palontologie: Bestimmte Wrter, die im Zusammenhang mit der Technik von Radfahrzeugen benutzt werden, finden sich  in allen Zweigen der indogermanischen Sprachfamilie wider.

Daraus entwickelte der Computer verschiedene mgliche Stammbume der indoeuropischen Sprachfamilie, die sowohl zeitliche als auch rumliche Informationen enthielten. Diese seien von Atkinson und seinem Team ebenfalls nicht bercksichtigt worden. Sie liefert eine umfassende, hochwertige Sammlung von Sprachdaten, die sich fr phylogenetische Analysen eignen. Modell deutet auf anatolische Heimat, dieses Vorgehen wird normalerweise eingesetzt, um den Ausbruch von Viruserkrankungen wie Influenza oder Tollwut anhand der genetischen Information des Erregers nachzuvollziehen, erlutert Atkinson. Demnach lautet auch das Fazit der Forscher: Die Steppentheorie ist im Vergleich zur Anatolien-These sehr unwahrscheinlich. Er und seine Kollegen hatten fr ihre Untersuchung eine Methode eingesetzt, mit der sonst genetische Informationen analysiert werden. Ber ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Nature (Bd. Dieses Hirten- und Reitervolk wanderte etwa 6000 vor Christus vom sdlichen Russland und der Ukraine aus in mehreren Schben nach Europa und in den vorderen Orient. Russell Gray und Quentin Atkinson von der Universitt von Auckland gelang es jetzt jedoch, einen zeitlich eingeordneten Stammbaum 87 indogermanischer Sprachen zu entwickeln. Die andere, nach der die Sprachfamilie ursprnglich aus der russischen Steppe stammt, erscheine nach den Daten der aktuellen Analyse als uerst unwahrscheinlich, sagt Studienleiter Quentin Atkinson von der University of Auckland.

In diesem Fall htte die Ursprache zusammen mit der Landwirtschaft ihren Siegeszug ber Europa und Asien angetreten. Doch auch im vorliegenden Fall fhrte es zu einer sehr klaren Tendenz: Die mglichen Stammbume verorteten die Ursprache in der berwltigenden Mehrheit der Flle in Anatolien und datierten sie zudem auf eine Zeit weit vor der in der Steppentheorie angenommenen Entstehungszeit. Das Hauptproblem lag dabei darin, dass Sprachforscher die Entstehung der verschiedenen Sprachen zwar relativ zueinander zeitlich einordnen konnten, jedoch keine Mglichkeit hatten, absolute Zeitpunkte zu bestimmen. Von dort hat sie sich vor ungefhr.000 Jahren mit der aufblhenden Landwirtschaft ber Asien und Europa ausgebreitet. Dazu stellten die Wissenschaftler einen Stammbaum der indogermanischen Sprachen auf und verglichen die Zeitpunkte, an denen sich einzelne Sprachen abgespalten hatten mit historischen Berichten. Nach den Ergebnissen der Forscher besteht kein Zweifel daran, dass die indogermanischen Sprachen aus Anatolien stammen: Die ersten Abzweigungen auf dem Stammbaum tauchen 98 vor Christus auf? Deshalb knnen Sprachwissenschaftler die indogermanische Grundsprache in ihren verschiedenen Aspekten rekonstruieren (Lautsystem, Grammatik, Wortschatz, Syntax).

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